Die Antwort auf Ihre Fragen

Möglicherweise haben Sie noch Fragen zu unserer Schule. Zu den häufigsten Fragen haben wir hier schon einmal Stellung genommen. Falls wir nicht alle Ihre Fragen beantwortet haben, mailen Sie uns oder rufen Sie uns an! Wir freuen uns auf Sie.

Ausserdem haben wir ein Emile-ABC erarbeitet, das alle Fragen um unsere Schule ausführlich beantwortet.
....Hier finden Sie das ABC zum download....

 

 

Wie bewerbe ich mich? Wann kann ich mich bewerben?
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Kann mein Kind während des Schuljahrs wechseln?
Ein Wechsel während des Schuljahres ist theoretisch möglich, ist aber stets eine individuelle Entscheidung. Falls Ihr Kind an unsere Schule wechseln möchte, wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsführerin Kirsten Hartherz.

 

Ist mein Kind für die Montessori-Schule geeignet?
Wir glauben, dass alle Kinder von der Montessori-Pädagogik profitieren können. Jedes Kind ist individuell und einzigartig. Wir laden Sie gerne ein, die Schule beim Tag der offenen Tür kennenzulernen und selbst einen Eindruck über uns und die Schule zu gewinnen. Falls Sie Ihr Kind anmelden, laden wir Ihr Kind und Sie zu einem „Probeunterricht“ ein, bei dem sich beide Seiten kennenlernen und beschnuppern können.

 

 

Lernt mein Kind dasselbe wie in der Regelschule?
Ja. Selbstverständlich orientiert sich die Emile am Lehrplan des Bayerischen Staatsministeriums für Kultus. Spielräume, die die Lernziele des staatlichen Lehrplan lassen, können die Kinder zum vertieften Lernen gemäß ihrer Interessen und Begabungen nutzen. Wenn ein Kind (z.B. wegen Umzug) auf eine Regelschule wechselt, bereiten wir bei Bedarf und in individueller Absprache die Kinder auf ggf. notwendige Prüfungen oder den Übergang vor.

 

Sind die Lehrpläne der öffentlichen Schulen auch gültig für die Montessorischule Emile?
Der Lehrplan der jeweiligen Schulart ist Grundlage für den Unterricht an der Emile und Voraussetzung für die staatliche Genehmigung. Diese theoretische Grundlage bildet den fachlichen Rahmen für den Unterricht. Zur  praktischen Umsetzung erfolgt eine sinnvolle Verdichtung der Lernziele, Schwerpunktsetzung und Auswahl von Methoden. So können Lernziele aus anderen Jahrgangsstufen auch aus gegebenem Anlass früher Thema im Unterricht sein oder nur ganz kurz gestreift werden, während andere Ziele z.B. im Rahmen von Projekten vertieft und fächerübergreifend behandelt werden. Wir erfüllen die Ziele des bayerischen Lehrplans für Grundschulen, Mittelschulen und die Fachoberschule (Fachrichtungen „ABU“ und „Sozialwesen“).

Schule ohne Noten - kann das funktionieren?
Ja, es kann funktionieren und es funktioniert bei uns. Die Kinder lernen an unserer Schule in einer offenen Umgebung, in der sie selbst entscheiden, welche Themen sie erarbeiten. Die in der Regelschule häufig zu beobachtende Anspannung und Stresssymptomatik, die Noten bei Kindern auslösen, entfällt. Anstelle eines Zeugnisses bekommen die Kinder ausführliche „Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess („ IzEL")“. Das IzEL ist detailliert und sieht das Kind in seiner Gesamtheit. Selbstverständlich begleiten die Pädagogen die Kinder während des Unterrichts und achten darauf, dass sie den vorgeschriebenen Unterrichtsstoff lernen.

 

Wie hoch sind die monatlichen Kosten?
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Engagement der Eltern: Umfang?
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Können Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) an der Emile besonders gut gefördert werden?
Wir nehmen auch Schüler mit Lese-Rechtschreibschwäche in unsere Klassen auf. Die Möglichkeiten zur individuellen Förderung erlauben es den Schülern, mehr Zeit für den Lese-Schreiblernprozess aufzuwenden. Bei gravierenden Störungen muss der Schüler eine zusätzliche Therapie erhalten. Durch einen externen Therapeuten bieten wir an einem Nachmittag sowohl die Möglichkeit der qualifizierten Diagnostik als auch der Therapie an. Die Eltern müssen die Kosten selbst tragen, wenn keine Kostenübernahme durch die Jugendhilfe erfolgt.

 

Ist Kosmische Erziehung etwas Esoterisches?
Die „Kosmische Erziehung“ ist eines der Grundprinzipien in der Montessoripädagogik. Maria Montessori war überzeugt, dass Lernen nicht bedeuten darf, dem Kind zusammenhanglos Wissen aus verschiedenen Lernbereichen zu vermitteln, sondern es von Anfang an den großen Zusammenhang und die Gesetzmäßigkeiten einer Ordnung innerhalb des „Kosmos“ erfahren zu lassen. Kosmos bedeutet für Montessori nicht nur das Wissen um die Gesetzmäßigkeiten in der Natur, sondern auch das Bewusstwerden der Wechselbeziehungen von Mensch und Natur wie auch der Menschen untereinander.
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Wie findet bei 26 Schülern in der Klasse eine individuelle Förderung statt? 
Der Name Emile steht für: Entwicklung mit individuellen Lernerfahrungen.
An der Emile sind jeweils zwei Lehrer in einer ungeteilten Klasse (26 Schüler) oder eben entsprechend weniger Schüler mit einem Lehrer zusammen, wenn die Klasse aufgrund von Fachunterricht oder innerer Differenzierung in Gruppen geteilt wird. 
Dies bedeutet, dass die Lehrer neben dem Lernfortschritt gemäß des bayerischen Lehrplans auch Spielraum haben, die individuelle Entwicklung eines Schülers im Blick zu haben. Je nach Thema und Leistungsfähigkeit werden Schüler sowohl zusätzlich gefördert, als auch besonders herausgefordert. Individuelle Förderung ist nicht zu verwechseln mit einem persönlichen, dauerhaften Coaching.

 

Gibt es an der Emile auch die Möglichkeit der individuellen Lernbegleitung?
Praktikanten, Studenten, andere pädagogische Mitarbeiter, aber auch ältere Schüler unterstützen unser Lehrerteam im pädagogischen Alltag. Durch teilnehmende Beobachtung (z.B. auf Bitte des Klassenlehrers) können wichtige Informationen zum Lernverhalten eines Schülers gewonnen werden. In der Einzelförderung oder in der Arbeit mit kleinen Gruppen kann auf Anregung des Klassenlehrers ein Lernthema vertieft oder eine Fertigkeit noch weiter geübt werden. Etabliert ist das Konzept der Lesepaten für den Erstleseprozess der Grundschüler.

 

Gibt es an der Emile auch Hausaufgaben?
„Hausaufgaben“ heißen bei uns: Arbeiten in häuslicher Umgebung. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich über den schulischen Rahmen hinaus mit dem Lernen an der Emile identifizieren. Dazu brauchen sie auch zu Hause Zeitfenster, in denen sie sich mit den Lerninhalten des Unterrichts und des Schulalltags verbinden. Diese Zeitfenster sind individuell im Elternhaus zu besprechen und einzurichten. Grundsätzliche Themen für das Arbeiten in häuslicher Umgebung sind: Lese- und Schreibtraining, Rechentraining, Vokabellernen, Referatsvorbereitung, Vorbereiten und Instandhaltung der Arbeitsutensilien (z.B. Schreibutensilien, Hefte und Ordner…). Die Pädagogen treffen Vereinbarungen, die sich aus einer ganzheitlichen Betrachtung des Kindes während des Unterrichts ergeben. Diese können von Zeit zu Zeit variieren und hängen von den individuellen Lernfortschritten und der Arbeitsmotivation des Schülers ab.

 

Wie passen Freiwilligkeit, Freiheit und Lehrpläne und das Ziel, Abschlüsse zu erreichen, zusammen?
Der Begriff der Freiwilligkeit kommt bei Maria Montessori nicht vor bzw. nur im Zusammenhang mit Freiheit. Maria Montessori sieht die Bereitschaft zum Arbeiten und zum Lernen als grundlegend für den individuellen Lernerfolg. Diese grundsätzliche Lern- und Leistungsbereitschaft wird bei Schülern an unserer Schule vorausgesetzt. Wir betrachten sie als ein entscheidendes Kriterium für die Schulaufnahme in allen Jahrgangsstufen. 
An der Emile leben wir eine pragmatische Umsetzung der Gedanken Maria Montessoris. Wir würdigen ihr Lebenswerk und ihre damals als revolutionär zu bezeichnenden pädagogischen Ideen. Wir stehen jedoch in der Verantwortung, auch den veränderten Lebenswelten der Schüler und den Anforderungen der Gesellschaft Rechnung zu tragen. 
Wir wissen, dass es für viele Kinder heutzutage viel ist, zu erwarten,  „frei“ bzw. freiwillig all das zu leisten, was Lehrpläne vorschreiben. Auch haben sie aufgrund ihrer Sozialisation manchmal keinen Zugang zu ihren eigenen Interessen, das was ihnen wirklich am Herzen liegt zu lernen und zu erfahren. Wir ermöglichen es den Schülern, eigene Erfahrungen zu machen und dabei auch mal zu scheitern. Jedoch sehen wir es auch als pädagogische Aufgabe an, Lernfeuer zu entfachen selbst für Themen, die den Schülern sperrig oder unwichtig vorkommen. Da das Erreichen von Schulabschlüssen als „Eintrittskarte“ in das Berufsleben an unserer Schule wesentliches Ziel ist, muss sich Freiwilligkeit notfalls diesem Ziel phasenweise unterordnen.

 

Ist der Umgang mit den schuleigenen Bienenvölkern für die Schüler
gefährlich?

Die Schule hat seit 2011 eine eigene Schulimkerei. Die Bienenvölker sind im nahegelegenen Umweltgarten untergebracht. Zwei Mal im Jahr wird der Honig geschleudert. Wir „ernten“ rund 40 kg im Jahr. Der verantwortungsvolle und achtsame Umgang mit den Lebewesen ist zentrales Unterrichtsziel für die Arbeit mit den Bienen. Die Schüler suchen die Bienenvölker niemals ohne Lehrer auf. Wenn wichtige Regeln im Umgang mit den Bienen berücksichtigt werden, stechen diese nicht. Sollte bei einem Schüler eine allergische Hypersensitivität bestehen, bitten wir jedoch, die Schule ausdrücklich darüber zu informieren. Dies gilt jedoch auch für alle anderen Arten von Allergien.

 

Was ist das Besondere an einer „Montessoriarbeit“?
Montesssoriarbeiten sind eine Art von Facharbeit, die an unserer Schule in der 4. Klasse, in der 6. Klasse und in der 8. Klasse angefertigt werden.
Sie sind charakterisiert durch einen größeren zeitlichen Planungshorizont, eine vertiefte Durchdringung eines selbständig gewählten Themas, Wahl eines Mentors sowie eines betreuenden Lehrers, Ausarbeitung eines theoretischen Teils zu einer praktischen Arbeit sowie eine Präsentation vor Publikum. 

 

Warum gibt es bereits ab der siebten Jahrgangsstufe Praktika?
Zu diesem Zeitpunkt schnuppern die Jugendlichen mindestens zweimal im Jahr je zwei Wochen in verschiedene Berufssparten hinein.
Unser Ansatz, den Schülerinnen und Schülern Lernen durch praktische Erfahrungen zu ermöglichen, erfährt in diesem Alter eine neue Dimension. Die Schüler möchten sich in dieser Entwicklungsphase stark praktisch betätigen und selbst erfahren. Idealerweise wird auf diesem Weg die Theorie mit der Praxis verbunden und die Schüler erhalten viele neue Impulse im Hinblick auf den Sinn des Lernens.
In jedem Schuljahr sollen die Schülerinnen und Schüler deswegen Praktikumsphasen von bis zu 3 Wochen absolvieren. Die Termine werden zu Schuljahresbeginn bekannt gegeben, damit frühzeitig mit der Suche begonnen werden kann. In der 7. Klasse soll eine Woche Praktikum in einer sozialen Einrichtung geleistet werden, da uns wichtig ist, dass die Jugendlichen sich auch mit sozialen Hintergründen  und Themen beschäftigen. Besonders schön ist zu erleben, dass sich immer wieder  viele Schüler auch von rollentypischen Berufsbildern lösen.
Die Praktika dienen natürlich auch bereits dazu, in einen interessanten Beruf reinzuschnuppern; in jedem Fall machen die Jugendlichen aber wertvolle und persönliche Erfahrungen in einem für sie völlig neuen Umfeld außerhalb des Elternhauses. Die Schülerinnen und Schüler lernen im Unterricht, wie ein Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben aussehen sollten und sollen sich dann möglichst weitgehend selbstständig um einen Praktikumsplatz kümmern.

 

Müssen Schüler der Emile, die (z.B. wegen Umzug) auf eine staatliche Schule wechseln wollen, eine Aufnahmeprüfung machen?
Wenn ein Schüler nach der 4. Klasse auf eine andere Schule (als Mittelschule) wechseln will, bereitet er sich selbstständig auf den Probeunterricht vor und nimmt am Übertrittsverfahren an einer staatlichen Schule teil. Schüler, die zu einem anderen Zeitpunkt die Emile verlassen und noch schulpflichtig sind, unterziehen sich nach Absprache mit der öffentlichen Schule einer Aufnahmeprüfung. Gelegentlich wird auch eine Probezeit vereinbart.
Bei einem geplanten Wechsel nach vier Jahren an ein Gymnasium oder eine andere weiterführende Schule begleiten wir Ihr Kind, wenn es sich auf den Probeunterricht oder eine Aufnahmeprüfung vorbereiten möchte. Das geschieht in Abstimmung mit dem Kind und den Eltern.

Emile Montessori-Schule

Arastraße 2

85579 Neubiberg

Tel: 089- 61 37 21 12