Emile-Akademie 2016

Montessori bis zum Abitur – wie geht das an der Emile?

Die jährlich stattfindende Veranstaltung aus der Reihe Emile-Akademie hat sich das Ziel gesteckt, die pädagogische Arbeit an der Emile darzustellen. Trotz des Dezembertermins war sie auch in diesem Schuljahr sehr gut besucht. Selbst erfahrene Eltern lassen sich dieses informative Ereignis nicht entgehen und für neue Eltern gilt es als eine Art Pflichtveranstaltung, in der  ihre offenen Fragen eine ausführliche Antwort finden können.

Die Schulleitung, Angelika Bachmann, eröffnete die Veranstaltung in der Aula bevor die Aufteilung der Teilnehmer auf die sechs angebotenen Workshops stattfand. Einer kurzen Vorstellung der Emile und ihrem Angebot der „Drei Schularten unter einem Dach“, folgte eine Richtigstellung des weitverbreiteten Montessori-Rufes. Über eine Veröffentlichung in der lokalen Presse waren erstmals  externe Interessenten geladen, für die es dieser Aufklärung bedarf:

Bedeutet doch Montessori im Allgemeinen und für die Emile im Speziellen viel mehr als nur „anders als eine Regelschule“ zu sein. Auch der Anspruch der Emile an eine zeitgemäße Anpassung und Weiterentwicklung des ursprünglichen Gedankenguts von Maria Montessori  wurde von Bachmann betont.

Die Aufteilung der Akademie-Inhalte erfolgte – wie auch schon in den Jahren zuvor – in sechs Workshop-Themen. Jeder Teilnehmer hatte die Wahl, sich entweder für einen schulfachorientierten Workshop zu entscheiden oder für einen der fachübergeordneten Bereiche:

  • Deutsch/Ethik
  • Mathe/Informatik/Wirtschaft
  • Fremdsprachen
  • Natur und Technik
  • Prüfungen
  • Selbstverantwortung und Selbstorganisation des Lernens

Jeder Workshop wurde wiederum unterteilt in die drei Emile-Schularten: Grundschule, Mittelschule, Fachoberschule. Die vortragende Lehrkraft repräsentierte jeweils ihren Bereich des Schulverbundes. Neu war dabei, dass die Teilnehmer alle drei Schularten durchliefen und ihnen so die Möglichkeit geboten wurde, einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des ausgewählten Themenbereiches in der kompletten Emile-Schullaufbahn zu bekommen. Interessant war für viele die Frage zum neuen Terrain FOS: Wie geht es auf der FOS weiter und wie viel  „Montessori“  ist hier überhaupt noch möglich? Umso eindeutiger und beruhigender die Antwort für alle Eltern: Auch in der Emile-FOS ist der rote Faden der Montessori-Orientierung zu erkennen, beispielsweise in Form der positiven Besetzung der Faktoren Lernen und Leistung, der individuellen Förderung, sowie der Positionierung der Lehrkraft als Coach. Neben den jeweiligen Vorträgen und der Möglichkeit, einzelne Lernschritte oder Montessori-Materialien selbst auszuprobieren, blieb ausreichend Zeit, Fragen zu stellen.

Die am Ausgang positionierte Feedback-Station gab – als Barometer dargestellt – eine große Zufriedenheit unter den Teilnehmern in allen abgefragten Bereichen wieder. Eine gelungene Veranstaltung, die sich 2017 auf Besucherzuwachs einstellen darf!