Die großen Montessoriarbeiten 2014

Wie baut man einen Quadrokopter?

Von Quadrokopter bis grüner Architektur waren Bandbreite und Kreativität der Montessoriarbeiten auch in diesem Jahr riesengroß

„Wie kann ich eine Flasche zum Fliegen bringen?“ Das war die Ausgangsfrage, die den 9.Klässler Kilian umtrieb und auf das Thema seiner großen Montessoriarbeit brachte. Heraus kam schließlich ein Quadrokopter, der vor den Augen des begeisterten Publikums über die Bühne flog. Zuvor hatte er anschaulich die Tauglichkeit alternativer Propellermodelle präsentiert, nicht ohne auch gleich die physikalischen Hintergründe  dazu mitzuliefern. „So hätte mir Physik in meiner Schulzeit auch Spaß gemacht“, dachte sich sicherlich manch einer der Gäste.

Welche Kreativität und Verschiedenartigkeit die Mittelstufenschüler besitzen, wurde bereits bei der Vielfalt der Themengebiete deutlich. Selbstgebaute Skier, Baupläne für ein nachhaltiges Schulgebäude der Zukunft, eine eigene Kletterwand oder ein Landschaftsgemälde, gemalt in asiatischer Maltechnik waren nur einige Kostproben, die das Publikum staunen ließen.

Die 15-jährige Amelie stellte mit viel Charme und Witz ihr selbstverfasstes Backbuch vor. „Anfangs wollte ich eigentlich eine Hochzeitstorte backen, aber es wollte mich gerade niemand heiraten und so habe ich eben ein Backbuch geschrieben.“ Wie mühsam das sein kann und was alles schiefging auf dem Weg zu ihrem Werk wurde so unterhaltsam präsentiert, dass sie sich über ein mangelndes Interesse an ihrem Buch nicht beschweren konnte.

„Ich habe mein Bestes gegeben, weil ich es wollte und nicht irgendwas, weil ich es musste,“ so brachte es  Matthias plakativ auf den Punkt als er sein Graffiti-Kunstprojekt  „Nobody is the same“ vorstellte.

Diesen Eigenantrieb der Schüler würdigte dann  Schulleiterin Bachmann auch gebührend bei der Verleihung der Montessori-Urkunden und gab den Schülern noch mit auf den Weg, diesen Geist nun auch für die anstehenden Prüfungsvorbereitungen beizubehalten  – dann wäre der Erfolg gewiss.